AKTUELL

Bedeutende Kunsthändler präsentieren internationale Objekte von der Antike bis zur Gegenwart.

ART & ANTIQUE Wiesbaden
25.-28. Februar 2016

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Presse

Vorbericht zur 32. ART & ANTIQUE Wiesbaden 25.-28. Februar

 
Kunstmesse für Freunde des individuellen Lebensstils

Von Albrecht Dürer bis Christo

Die 32. ART & ANTIQUE Wiesbaden wird 2016 ein Dorado für Kunst- und Antiquitätensammler sowie für Freunde des individuellen Lebensstils sein. An über 30 Ständen erwartet den interessierten Besucher ein breit gefächertes internationales Angebot.

Liebhaber persönlicher Accessoires werden von luxuriösen antiken Schmuckstücken, seltenen Vintage Armbanduhren, Handtaschen u.v.m. begeistert sein. Kunst und Antiquitäten aus allen bedeutenden Epochen sowie Design Klassiker überzeugen mit Schwerpunkten bei Silber, Porzellan, Glas, Skulpturen, Grafiken, außereuropäischer Kunst oder Möbeln aus Barock, Biedermeier und dem englischen Regency. 

Internationale Kunst-Objekte aus zwei Jahrtausenden werden ebenso präsentiert wie die Entwürfe der bekannten Designer von Tiffany, Cartier und Chanel. Werke bedeutender Künstler reichen von Albrecht Dürer und Jan Breughel bis zur Klassischen Moderne mit Otto Modersohn oder Schmidt-Rotluff sowie aktuellen Künstlern wie Christo mit seinem neuen Projekt „Floating Piers“ in Italien. Junge Sammler können bei zeitgenössischen Arbeiten auch noch kleine Einsteiger-Preise finden.

Neben vielfältigem Kunst-Genuss und Informationen lassen sich wieder Restauratoren bei der Arbeit über die Schulter schauen. Und last but not least wird die angenehme Atmosphäre in dem prächtigen Palais mit Piano-Musik im Messe-Café abgerundet.

ART & ANTIQUE 25.-28. Februar 2016
Schirmherr: Oberbürgermeister Sven Gerich
Wiesbaden Innenstadt: Palais Friedrichstr. 22

Donnerstag 14-20 Uhr, Freitag - Sonntag 11-18 Uhr
Eintritt € 8,-, Schüler und Studenten frei

Parken 100 m entfernt am Markt (Einfahrt über Bahnhofstraße)

 

Pressetext Präsentation Christo

 

Präsentation Christo: "The Floating Piers, Project for Lago d'Iseo, Italy"
 

Seit er 1995 den Reichstag in Berlin verhüllte ("Wrapped Reichstag"), ist Christo einer der in Deutschland bekanntesten Künstler. Umgekehrt kennt auch er Deutschland sehr gut: Über siebzigmal  war er mit seiner Frau Jeanne-Claude über den Atlantik geflogen und hatte jeden Wahlkreis und damit jeden Winkel in Deutschland bereist, um sein Projekt vorzustellen und voranzutreiben - bis schliesslich der Bundestag unter der damaligen Präsidentin Rita Süssmuth ohne Fraktionszwang und gegen die erklärte Meinung des damaligen Bundeskanzlers mehrheitlich für die Realisierung stimmte. Letztendlich lagen zwischen dem ersten Projektvorschlag 1971 und der Realisierung in 1995 24 (!) Jahre.

Es schien, als gelänge Christo alle 10 Jahre ein bedeutendes Projekt: 1985 die Verhüllung der Pont Neuf in Paris, 1995 die des Reichtags in Berlin, und in 2005 "The Gates", die gigantische Installation von 7.500 saffran-farbenen sog. "Toren" im Central Park von New York City - hier hatte die Vorlaufzeit sogar 26 Jahre betragen.

Umso mehr überraschte Christo's Ankündigung  im April letzten Jahres in Rom, 2 Monate vor seinem 80. Geburtstag, dass er nach einer verhältnismässig kurzen Genehmigungs- und Planungsphase bereits im Juni 2016 ein neues grosses Projekt verwirklichen werde, "The Floating Piers, Project for Lago d'Iseo, Italy". Es beinhaltet den Bau eines schwimmenden, begehbaren Steges, 3,5 km lang und 15 m breit, bestehend aus 200.000 mit Luft gefüllten Kunststoff-Pontons, der mit schimmerndem gelbfarbenem Tuch überzogen ist. Die "Floating Piers" werden die malerischen Orte Sulzano auf dem Festland und Peschiera Maraglio auf der Insel Monte Iseo mit der kleinen Insel San Paolo verbinden und den Besuchern ungeahnte neue Perspektiven bieten auf die Architektur am See, den See selbst und die oberitalienische Gebirgslandschaft. Die Eröffnung ist für den 18. 6.16 geplant, die offizielle Standzeit beträgt 16 Tage.

Im Vorfeld seiner Installationen fertigt Christo "preparatory drawings (Entwürfe)", in denen er sein Projekt imaginativ in die Landschaft zeichnet und zeigt, wie es die Orte des Geschehens verändern wird. Mit dem Verkauf dieser Arbeiten an internationale Sammler finanziert er die Baukosten. Nach Fertigstellung und Eröffnung zeichnet er dieses Motiv nie wieder, denn das Bild wäre dann ja eine reine Wiedergabe der Realität - und entspränge nicht mehr allein der Vorstellungskraft des Künstlers.

Beim Bau der Installationen wirken Hunderte von treuen Helfern mit, von denen viele  schon bei früheren Projekten Christo's mitgearbeitet haben.  Aufgrund der Breitenwirkung seiner Arbeiten, die stets im öffentlichen Raum stattfinden und unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich sind, hat er weltweit eine grosse Fan-Gemeinde, die seinen Mut, seine Ideen und seine Ausdauer und Beharrlichkeit bei der Ausführung der Projekte bewundert.

Die Galeristin Maria-Anna Alp zählt sich auch zu den Christo-Fans, und zwar schon lange bevor sie ihre Galerie im Jahre 2000 in New York  gründete. Zuerst beeindruckte sie "Pont Neuf Wrapped" (1985), zehn Jahre später reiste sie eigens nach Berlin, um "Wrapped Reichstag" zu erleben. Als newyorker Galeristin gelang es ihr, das Vertrauen von Christo's exzentrischer, umwerfend charmanter, sehr geschäftstüchtiger, aber manchmal auch recht kratzbürstiger Frau Jeanne-Claude zu gewinnen (sie verstarb leider im November 2010), und hat seitdem  mit ihren Kunden  Zugang zu Christo's Studio. "The Gates, Central Park, New York City" war für sie ein Höhepunkt in ihrem Leben, beruflich wie persönlich, und sie hat das Projekt von der Genehmigung im Januar 2003 bis zur Realisierung im Februar/März 2005 engstens begleitet und nach Kräften gefördert. Sie hat bereits damit begonnen, genau dies wieder zu tun mit Bezug auf "The Floating Piers", bei der Eröffnung am 18. Juni 2016 wird sie auf jeden Fall dabei sein. Das Projekt wird bis 3. Juli zu sehen und erleben sein.   

Alp Galleries, Maria-Anna Alp
www.alpgalleries.com

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